GSB 7.0 Standardlösung

Projektausschreibungen

Die Mindestlohnkommission hat folgende Forschungsprojekte ausgeschrieben, deren Angebotszeitraum am 1. November 2018 endete:

Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Löhne und Arbeitszeiten

Ziel des Forschungsprojekts ist es, belastbare Effekte der Einführung sowie der ersten Erhöhung des Mindestlohns auf Löhne und auf Arbeitszeiten zu identifizieren. Dazu sollen deskriptive Analysen anhand des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der Verdienst(struktur)erhebungen (VSE/VE) sowie Wirkungsanalysen auf Basis des SOEP durchgeführt werden.

Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Beschäftigung sowie die Arbeitslosigkeit mittels quantitativer Verfahren zu evaluieren. Dabei sollen auch die Fragen untersucht werden, wie sich die innerbetriebliche und die überbetriebliche Beschäftigungsfluktuation sowie die Stabilität von Beschäftigungsverhältnissen aufgrund der Einführung und der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns verändert haben.

Verhaltensmuster von Betrieben und Beschäftigten im Kontext des gesetzlichen Mindestlohns

Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf betroffene Betriebe und Beschäftigte sowie deren Anpassungsreaktionen zu identifizieren und zu beschreiben. Dazu sollen im Rahmen eines qualitativen Forschungsdesigns 135 leitfadengestützte Interviews mit Verantwortlichen der betrieblichen Entscheidungsebene aus vom Mindestlohn betroffenen Betrieben sowie mit vom Mindestlohn betroffenen Beschäftigten und Betriebsräten geführt werden.

Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Haushaltseinkommen sowie das Konsum- und Sparverhalten

Ziel des Forschungsauftrags ist es, Erkenntnisse zur Wirkung der Einführung und der ersten Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf Haushaltseinkommen sowie das Konsum- und Sparverhalten zu liefern. Mithilfe quantitativer Verfahren soll die Struktur von Haushaltseinkommen sowie das Konsum- und Sparverhalten von Beschäftigten, die unterhalb des Mindestlohns von 8,50 Euro bzw. 8,84 Euro verdient haben, und Veränderungen aufgrund sich ändernder verfügbarer Einkommen untersucht werden.

Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Rentenentwicklung

Ziel dieses Forschungsauftrags ist es, auf Basis eines geeigneten Simulationsmodells den Effekt der Mindestlohneinführung auf die relevanten Größen der Rentenentwicklung zu untersuchen. Dabei sollen auch die Fragen beleuchtet werden, in welcher Form der Mindestlohn Einfluss auf die Rentenanpassung nimmt und welche Unterschiede nach verschiedenen Beschäftigtengruppen (z.B. Geschlecht, Beschäftigungsform, Arbeitszeitumfang) identifiziert werden können.

Analysepotenzial von Daten der amtlichen Wirtschaftsstatistik für die Mindestlohnforschung

Ziel dieses Forschungsauftrags ist es, das Analysepotenzial der in dem Projekt "Amtliche Firmendaten für Deutschland (AFiD)" zusammenführbaren Daten der amtlichen Statistik im Hinblick auf die Evaluation des gesetzlichen Mindestlohns zu untersuchen und zu bewerten. Dabei soll auch geprüft werden, welche Analysepotenziale sich aus der Verknüpfung der AFiD-Daten mit der Verdienststrukturerhebung und weiteren Datenquellen, ggf. auch von anderen Datenanbietern, unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Aspekte ergeben können.

Ansätze zur Evaluation der Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Schwarzarbeit

Das Forschungsprojekt soll verschiedene Ansätze zur möglichen Evaluation der Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Schwarzarbeit darstellen und hinsichtlich ihrer Potenziale bewerten. Diese sollen sowohl hinsichtlich ihrer Eignung für eine mögliche Ex-Post-Analyse der zurückliegenden Einführung und Erhöhungen des Mindestlohns als auch für die Ex-Post-Analyse künftiger Anpassungen untersucht werden.