GSB 7.0 Standardlösung

Laufende Projekte

Derzeit werden die folgenden Forschungsprojekte und Expertisen bearbeitet. Die Abschlussberichte werden zeitgleich mit der Veröffentlichung des zweiten Berichts der Mindestlohnkommission zu den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns Ende Juni 2018 online veröffentlicht.


Auswirkungen des Mindestlohns auf die Lohnstruktur

Ziel des Forschungsprojekts ist die Identifikation kausaler Effekte des Mindestlohns auf die Lohnstruktur und Lohnverteilung. Dabei werden auch mögliche Spill-Over- sowie Kompressionseffekte untersucht. Als Datenbasis dient das Sozio-Oekonomische Panel (SOEP).

Projektdurchführung: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in Zusammenarbeit mit dem Evaluation Office Caliendo (Prof. Dr. Marco Caliendo, Universität Potsdam)

Auswirkungen des Mindestlohns auf die Armutsgefährdung und die Lage von erwerbstätigen ALG II-Bezieherinnen und -Beziehern

Ziel des Forschungsprojektes ist die Analyse von Auswirkungen des Mindestlohns auf die Armutsgefährdung sowie den Bezug von ergänzendem Arbeitslosengeld II ("Aufstocker") von Personen und Haushalten ("Bedarfsgemeinschaften"). Empirische Basis für Fragestellungen im Bereich der Armutsgefährdung wird das "Panel Arbeitsmarkt und soziale Sicherung“ (PASS) sein. Für Analysen zur Entwicklung der Situation von "Aufstockern" werden insbesondere die amtlichen Daten der BA zu den Leistungsbeziehenden sowie der IAB-Arbeitsmarktspiegel herangezogen.

Projektdurchführung: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg

Auswirkungen des Mindestlohns auf Beschäftigung, Arbeitszeit und Arbeitslosigkeit

Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse, den Arbeitsumfang der Beschäftigten sowie die Arbeitslosigkeit mittels geeigneter quantitativer Verfahren zu evaluieren. Die Datengrundlagen hierfür liefern verschiedene Individualdatensätze, wie die Beschäftigtenstatistik, das IAB-Betriebspanel, das Sozio-Oekonomische Panel (SOEP) und die Verdienststrukturerhebung (VSE).

Projektdurchführung: Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), Bonn, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und dem Evaluation Office Caliendo (Prof. Dr. Marco Caliendo, Universität Potsdam)

Auswirkungen des Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen

Ziel des Forschungsprojekts ist die Identifikation kausaler Effekte des Mindestlohns auf die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Wettbewerbsbedingungen von Betrieben bzw. Unternehmen. Dazu werden eine Reihe von möglichen Anpassungsmaßnahmen, u.a. bei der Arbeitsnachfrage oder bei der Investition in Sach- oder Humankapital, untersucht. Datenbasis ist das IAB-Betriebspanel.

Projektdurchführung: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg

Verhaltensmuster von Betrieben und Beschäftigten im Zuge der Einführung des Mindestlohns

Ziel des Projekts ist die Identifikation und Beschreibung der Auswirkungen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns auf betroffene Betriebe und Beschäftigte sowie der betrieblichen und individuellen Anpassungsreaktionen infolge der Mindestlohneinführung. Dabei liegt der Fokus auf dem Verständnis von Handlungen und Handlungsmotiven bzw. Anpassungsreaktionen unter Berücksichtigung der jeweiligen Kontextbedingungen. Im Rahmen eines qualitativen Forschungsdesign werden hierfür leitfadengestützte Interviews mit Betrieben, Betriebsräten und Beschäftigten durchgeführt.

Projektdurchführung: Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW), Tübingen, in Zusammenarbeit mit dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), Bonn, und dem SOKO Institut, Bielefeld

Makroökonomische Folgen des Mindestlohns aus keynesianisch geprägter Perspektive

Die Expertise dient der Herausarbeitung der zentralen theoretischen Annahmen keynesianisch geprägter Theorieansätze und der daraus resultierenden möglichen Folgen eines Mindestlohns auf die Gesamtwirtschaft. Dabei geht es sowohl um kurzfristige Effekte, wie z. B. Konjunkturimpulse, als auch um mittel- bis langfristige Effekte, wie etwa Wachstumseffekte. Die Expertise umfasst auch eine quantitative Abschätzung möglicher makroökonomischer Folgen des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland.

Projektdurchführung: Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK)

Makroökonomische Folgen des Mindestlohns aus neoklassisch geprägter Perspektive

Die Expertise dient der Herausarbeitung der zentralen theoretischen Annahmen neoklassisch geprägter Theorieansätze und der daraus resultierenden möglichen Folgen eines Mindestlohns auf die Gesamtwirtschaft. Dabei geht es sowohl um kurzfristige Effekte, wie z. B. Konjunkturimpulse, als auch um mittel- bis langfristige Effekte, wie etwa Wachstumseffekte. Die Expertise umfasst auch eine quantitative Abschätzung möglicher makroökonomischer Folgen des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland.

Projektdurchführung: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen

Auswirkungen des Mindestlohns im Bereich der Saisonarbeit

Die Expertise untersucht deskriptiv die Auswirkungen der Einführung und Anpassung der Branchenmindestlöhne bzw. des gesetzlichen Mindestlohns auf die Saisonarbeit. Sie dokumentiert, welche Forschungserkenntnisse dazu bereits vorliegen. Mit Daten der Bundesagentur für Arbeit wird die Beschäftigungsentwicklung vor und nach Einführung und Anpassung des tariflichen Mindestlohns bzw. des gesetzlichen Mindestlohns analysiert. Im Rahmen der Expertise sollen auch mögliche Forschungsdesigns für umfangreichere Anschlussanalysen entwickelt werden.

Projektdurchführung: Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW), Tübingen

Vergleich von Datenquellen für eine Analyse von Übergängen am Arbeitsmarkt

Ziel der Expertise ist es, zu klären, welche Datensätze für die Analyse von mindestlohnbedingten Übergängen zwischen verschiedenen Arbeitsmarktstatus vielversprechend sind. Dazu werden folgende Datensätze untersucht und bewertet: Integrierte Erwerbsbiographien (IEB), Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), Panel Arbeitsmarkt und soziale Sicherung (PASS), Mikrozensus sowie Nationales Bildungspanel (NEPS).

Projektdurchführung: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW), Tübingen